ABSTRACT :

Eine Gruppe ungewöhnlicher und interessanter Manifestationen von Morbus Crohn wird diskutiert und illustriert. Die Wichtigkeit, diese Befunde zu erkennen und richtig zu bewerten, wird insbesondere bei Patienten unter 40 Jahren betont, die zuvor keine Bauchoperation hatten. Eine ausgeprägte Dilatation und Stase des luminalen Inhalts des Dünndarms bei Patienten mit relativ milden Symptomen oder einer langen Vorgeschichte milder abdominaler Symptome sollte implizieren, dass eine regionale Enteritis eine wahrscheinliche Ursache für die Symptomatik einer Dünndarmobstruktion bei jungen Patienten ist, die zuvor keine Bauchoperationen hatten.

Einige der beschriebenen röntgenologischen Befunde sind entweder diagnostisch oder deuten stark auf Morbus Crohn hin, selbst wenn sie an ungewöhnlichen Stellen wie Magenantrum, Zwölffingerdarm und proximalem Jejunum beobachtet werden. Die Beteiligung von Antrum, Pylorus und proximalem Teil des Zwölffingerdarms an der Kontinuität führt zu einem „Pseudo-Post-Billroth I“ -Erscheinungsbild, das bei Patienten ohne vorherige Bauchoperation stark auf eine granulomatöse Erkrankung hindeutet. Lokalisierte Formen von Morbus Crohn können teilweise Closed-Loop-Arten von Obstruktion erzeugen, während Blind-Loop-Obstruktionen und schwere Malabsorptionsprobleme auftreten können, wenn die Krankheit eine hochgradige Obstruktion des distalen Teils des Dünndarms in Verbindung mit einer duodenokolischen Fistel verursacht.

„Pseudodiverticula“ aufgrund multipler Krypten und die gelegentliche Unzuverlässigkeit des „String-Zeichens“, wie nach der Einnahme von Bariumsulfat gezeigt, werden diskutiert.

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