Ein Hauptfaktor für die Erhöhung der Gehgeschwindigkeit ist die Fähigkeit, die Vortriebskraft zu erhöhen. Obwohl gezeigt wurde, dass die Antriebskraft mit dem Knöchelmoment und dem Winkel der nachlaufenden Gliedmaßen zusammenhängt, wurde der relative Beitrag jedes Faktors zur Antriebskraft nie bestimmt. Der Hauptzweck dieser Studie war die Quantifizierung des relativen Beitrags von Knöchelmoment und Hintergliedwinkel zur Antriebskraft für arbeitsfähige Personen, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gehen. Zwanzig arbeitsfähige Personen gingen mit ihrer selbst gewählten und 120% der selbst gewählten Gehgeschwindigkeit auf dem Laufband. Kinematische Daten wurden mit einem Motion-Capture-System mit 8 Kameras erfasst. Ein Modell, das die Beziehung zwischen Knöchelmoment, Hintergliedwinkel und Antriebskraft beschreibt, wurde durch quasistatische Analyse erhalten. Unsere Hauptergebnisse waren, dass Knöchelmoment und Hintergliedwinkel jeweils linear zur Vortriebskraft beitragen, und dass die Änderung des Hintergliedwinkels fast doppelt so viel beiträgt wie die Änderung des Knöchelmoments zur Erhöhung der Vortriebskraft während der Geschwindigkeitsmodulation für arbeitsfähige Personen. Arbeitsfähige Personen modulieren den Winkel der hinteren Gliedmaßen vorzugsweise mehr als das Knöchelmoment, um die Antriebskraft zu erhöhen. Zukünftige Arbeiten werden bestimmen, ob diese Kontrollstrategie auf Personen nach dem Schlaganfall angewendet werden kann.

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